enjoyelec wurde ausgewählt, um EEBUS-Steckverbinder für interoperable HEMS- und Smart-Geräte zu entwickeln.

9. März 2026

Kürzlich gaben ElaadNL und das Flexible Alliance Network (FAN) offiziell bekannt, dass enjoyelec mit der Entwicklung einer Open-Source-Software zur Beschleunigung eines interoperablen Ökosystems für Heimenergie-Managementsysteme (HEMS) und flexible, energieintensive Geräte auf Basis des EEBUS-Protokolls beauftragt wurde. Ziel dieser Initiative ist die Etablierung einer sicheren und standardisierten Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten und Herstellern, um sowohl lokale als auch cloudbasierte HEMS-Implementierungen zu unterstützen. Um eine hohe Codequalität zu gewährleisten und das Risiko von Fehlern und Sicherheitslücken zu minimieren, arbeiten ElaadNL und FAN während des gesamten Entwicklungsprozesses eng mit dem Europäischen Netzwerk für Cybersicherheit (ENCS) zusammen.

Die Herausforderung der Interoperabilität

In einem sich wandelnden Energiesystem ist es immer wichtiger geworden, die Flexibilität netzintensiver Geräte im und um das Haus herum – wie Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen, Heimspeicher und Solaranlagen – zu nutzen. Diese Geräte lassen sich intelligent steuern mit einem HEMSIntelligente Systeme ermöglichen den Eigenverbrauch von Solarstrom, verlagern die Stromnachfrage weg von Spitzenzeiten, um die Netzlast zu reduzieren, beschleunigen die Dekarbonisierung von Haushalten und verringern die Zuverlässigkeit des Stromnetzes. Intelligentes Energiemanagement hilft Haushalten außerdem, Energiekosten zu sparen, indem der Verbrauch an dynamische Tarife angepasst wird.

Auf dem aktuellen Markt besteht jedoch weiterhin ein großes Hindernis: Das Fehlen einer standardisierten Kommunikation zwischen flexiblen energieintensiven Geräten (FEIDs) und dem HEMS, verbunden mit dem Fehlen einer einheitlichen Möglichkeit, Signale von außerhalb des Hauses an das HEMS zu übermitteln. Diese Faktoren zwingen die Verbraucher dazu, sich entweder auf ein markenspezifisches Ökosystem (Anbieterbindung) beschränkt zu fühlen oder in ihren Haushalten einen suboptimalen Energieverbrauch in Kauf zu nehmen.

Angesichts eines Pakets von Marktanreizen, das Energieverträge mit dynamischen Tarifen, eine Rückvergütung für lokal erzeugten Strom, die Abschaffung der sogenannten Netzeinspeisung und die Einführung zeitvariabler Netztarife (voraussichtlich 2028 in den Niederlanden) umfasst, ist diese Interoperabilitätslücke nicht länger tragbar. Ohne eine sofortige Standardisierung riskieren Verbraucher höhere Kosten und verpasste Chancen beim Energiewandel.

Die mangelnde Interoperabilität im Heimnetzwerk stellt auch Originalgerätehersteller (OEMs) vor große Herausforderungen. Eine Marktstudie von ElaadNL und FAN ergab über 25 verschiedene Protokolle für die Heimkommunikation, ohne dass ein klarer Weg in die Zukunft erkennbar ist. OEMs stehen vor einer schwierigen Entscheidung: Sie können versuchen, eine Vielzahl von Protokollen zu unterstützen (was teuer und komplex ist), sich auf eine begrenzte Anzahl zu beschränken (und damit ein Risiko eingehen) oder ihre eigene, proprietäre Software zu entwickeln.

Eine der Empfehlungen der Studie war die Verbesserung der langfristigen Interoperabilität durch die Fokussierung auf vier bereits verfügbare Protokolle, darunter EEBUS. OEMs können eines der vier ausgewählten FEID-Protokolle integrieren, während HEMS alle vier unterstützen müssen. Sobald dies realisiert ist, sind alle FEIDs mit allen HEMS interoperabel und bieten Endnutzern somit maximale Flexibilität.

EEBUS ist die Lösung

Als etablierter europäischer Standard, der ursprünglich von führenden Herstellern von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Haushaltsgeräten entwickelt wurde, ist EEBUS speziell für die energierelevante Kommunikation zwischen Hausenergiemanagementsystemen (HEMS) und energieintensiven Geräten wie Wärmepumpen, Ladegeräten für Elektrofahrzeuge, Heimspeichern und Solarwechselrichtern konzipiert. Es wird von verschiedenen internationalen Organisationen als bevorzugte Schnittstelle für die interoperable Steuerung von Energieanlagen empfohlen.

Warum enjoyelec

Wir verfügen über umfassende Expertise in der EEBUS-Implementierung und langjährige Erfahrung in der Open-Source-Entwicklung für das Energiemanagement im Haushalt. Unser Team entwickelt Software, die eine sichere und zuverlässige Kommunikation zwischen Geräten und Herstellern gewährleistet und sowohl lokale als auch cloudbasierte HEMS-Systeme unterstützt. Alle Codes werden vor der Veröffentlichung von ENCS geprüft und freigegeben, um Sicherheit zu garantieren und das Vertrauen in das interoperable Ökosystem zu stärken.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ElaadNL FAN, um die Interoperabilitäts-Roadmap zu stärken“, sagte er. Ethan Zhu, CEO von enjoyelec„Unser Ziel ist es, EEBUS in eine robuste Open-Source-Implementierung zu überführen, die Partner bedenkenlos übernehmen können – und so ein offenes Ökosystem zu beschleunigen, in dem Geräte und HEMS nahtlos zusammenarbeiten.“

Zusätzlich zu den eigens dafür vorgesehenen Arbeitspaketen sind weitere Interoperabilitätstests und Branchenkonferenzen geplant, mit dem Ziel, bis Ende 2026 eine Branchenzertifizierung für interoperable FEIDs und HEMS zu erreichen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in den ausführlichen Nachrichten, die von ElaadNl veröffentlicht wurden: Die Gewinner des Wettbewerbs zur Entwicklung von Open-Source-Konnektoren für interoperable HEMS- und Smart-Geräte sind… • ElaadNL

Über enjoyelec

enjoyelec ist ein auf Batterie-KI und Energie-KI spezialisiertes Unternehmen für die Digitalisierung des Energiesektors. Wir bieten digitale Lösungen und Betriebsdienstleistungen für Energiespeicheranlagen im globalen Markt für saubere Energie. Wir unterstützen Privathaushalte und Gewerbebetriebe dabei, Energiekosten zu senken und Flexibilität zu nutzen, indem wir Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen über einen Edge-Controller und Cloud-Optimierung orchestrieren. Durch die nahtlose Kommunikation zwischen Geräten und Protokollen tragen wir zur Netzstabilität bei und beschleunigen den Übergang zu einem nachhaltigen Energiesystem.

Über ElaadNL

Das Wissens- und Innovationszentrum ElaadNL erforscht und testet intelligente und nachhaltige Ladeverfahren für Elektrofahrzeuge. ElaadNL ist eine Initiative der niederländischen Netzbetreiber. Durch ihr gemeinsames Engagement in ElaadNL bereiten sich die Netzbetreiber auf eine Zukunft mit Elektromobilität und nachhaltigem Laden vor. Zusammen mit Herstellern aus aller Welt testen wir in unserem Testlabor in Arnheim die neuesten Ladetechnologien für Elektroautos, -Lkw und -Busse.

Über das Flexiblepower Alliance Network (FAN)

Das 2013 gegründete Flexiblepower Alliance Network (FAN) hat sich zum Ziel gesetzt, offene Standards für flexible Energieerzeugung in Energiesystemen bereitzustellen. FAN möchte ein offenes und faires Energiesystem fördern, in dem lokale Überschüsse im Angebot und der Nachfrage nach nachhaltiger Energie durch Flexibilität in Angebot und Nachfrage aufgefangen werden. FAN verfolgt das Ziel, die Flexibilität im Energiesystem durch offene Standards optimal zu nutzen und zu erschließen. Dies soll sicherstellen, dass die zukünftige Versorgung mit nachhaltiger Energie zuverlässig, bezahlbar und zugänglich bleibt.